Die Rauhtiefe beschreibt die Mikrostruktur einer Oberfläche und gibt an, wie tief die Einkerbungen in einer Oberfläche im Vergleich zu den Spitzen sind. Sie wird in der Regel in Mikrometern (µm) angegeben und ist ein Maß für die Oberflächenrauheit, die durch das Sandstrahlen erzeugt wird. Da die Rauhtiefe die Oberflächenstruktur beeinflusst und somit die Haftung von Beschichtungen verbessern kann, ist sie ein wichtiger Parameter beim Sandstrahlen, der bei Debus Glühen in eine detaillierte Qualitätssicherung eingebunden ist.
Die Messung der Rauhtiefe
Die Rauhtiefe wird typischerweise durch Geräte wie Rauheitsmessgeräte (Tastspitzenverfahren) gemessen, die die Oberflächenprofilkurve analysieren. Es gibt verschiedene Messparameter, um die Rauhtiefe darzustellen:
- Rz: Die durchschnittliche Höhe der fünf höchsten Spitzen und der fünf tiefsten Täler innerhalb einer definierten Messstrecke.
- Ra: Der arithmetische Mittelwert der Profilabweichung.
- Rmax: Der größte Einzelhöhenwert innerhalb der Messstrecke.
Die Rauhtiefe hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Strahlmittel: Das verwendete Strahlmittel (z.B. Korund, Glasperlen, Stahlkies) beeinflusst die Oberflächenrauheit stark; Härtere und kantigere Strahlmittel erzeugen höhere Rauhtiefen.
- Korngröße: Grobkörnige Strahlmittel erzeugen eine tiefere Rauhtiefe als feinkörnige.
- Strahldruck: Ein höherer Strahldruck führt zu einer stärkeren Aufrauung der Oberfläche, was die Rauhtiefe erhöht.
- Strahlwinkel: Ein steilerer Strahlwinkel (nahe 90° zur Oberfläche) führt zu tieferen Einschlägen und einer höheren Rauhtiefe.
- Materialhärte der Oberfläche: Härtere Oberflächen (z.B. Stahl) benötigen in der Regel härtere Strahlmittel, um eine vergleichbare Rauhtiefe zu erzielen.
Die Kontrolle der Rauhtiefe:
Die QS der Rauhtiefe ist entscheidend für das Ergebnis des Sandstrahlprozesses und die Qualität der nachfolgenden Oberflächenbehandlung. Eine optimale Rauhtiefe verbessert die Haftung, beeinflusst die optische Erscheinung und trägt zur Langlebigkeit der Beschichtung bei.